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Mikroplanung: Unterrichtseinheit "Kollision & Interaktion"
Diese Planung umfasst die Doppelstunde (Stunden 5-6) des Greenfoot-Projekts in der Eingangsklasse (11. Klasse TGI).
1. Stundenlernziel
Hauptlernziel: Die Schüler können die Kollision zwischen Pac-Man und Sammelobjekten erkennen und diese bei Berührung aus der Welt entfernen.
Teilziele:
- Die Lernenden wenden If-Bedingungen gezielt für die Kollisionslogik an.
- Die Lernenden verstehen Objektinteraktionen durch Methodenaufrufe (z. B.
this.intersects(punkt)). - Die Lernenden vertiefen das grundlegende Konzept von Klassen und Instanzen.
2. Tabellarischer Verlaufsplan (90 Minuten)
| Phase (Zeit) | Lehreraktivität (L) | Schüleraktivität (SuS) | Sozialform / Medien |
|---|---|---|---|
| Einstieg (10 Min) | L präsentiert ein fehlerhaftes Spiel: Die Spielfigur läuft durch Objekte hindurch. L fragt nach dem Problem. | SuS erkennen das Problem und formulieren Lösungsansätze ("Wenn Pac-Man die Pille berührt..."). | Plenum / Beamer |
| Erarbeitung 1 (30 Min) | L verweist auf die Greenfoot-API zur Kollisionserkennung, die Lerntheke (eine Sammlung welche die wichtigsten Greenfoot-Methoden enthält) und gibt Hilfekarten aus. | SuS programmieren die Kollisionsabfrage in der act()-Methode mittels If-Abfragen, um Objekte zu entfernen. |
Einzelarbeit / PC |
| Sicherung (15 Min) | L bittet 1-2 SuS um ein kurzes "Code-Review". L sichert Fachbegriffe wie Methodenaufruf und Instanz. | SuS erklären ihren Quellcode am Beamer und begründen ihre Methodenwahl. Restliche SuS korrigieren Fehler. | Plenum / Beamer |
| Erarbeitung 2 / Transfer (25 Min) | L erteilt Differenzierungsaufträge: Erweiterung der Mechaniken (Pflicht- vs. Zusatzaufgaben). | SuS wenden das Prinzip auf neue Objekte an (z. B. Power-Ups) oder bauen Soundeffekte ein (nur leistungsstarke SuS). | Einzelarbeit / PC |
| Abschluss (10 Min) | L fasst Konzepte (Verzweigung, Kollision) zusammen. Ausblick: "Wie speichern wir die gesammelten Punkte?". | SuS speichern Projekte und gleichen ihren Stand mit dem verbindlichen Grundniveau ab. | Plenum |
3. Didaktische Reduktion
Die komplexe mathematische Abfrage einer 2D-Kollision (wie das Vergleichen von X/Y-Koordinaten mittels Vergleichs- und arithmetischer Operatoren) wird durch das Greenfoot-Framework stark vereinfacht. Anstatt mathematische Hitboxen zu berechnen, nutzen die SuS vorbereitete Methoden wie this.intersects(punkt).
Begründung: Das Hauptziel der Eingangsklasse TGI ist das Verständnis der Objektorientierung. Der kognitive Fokus liegt daher auf den Nachrichten zwischen Objekten und den Kontrollstrukturen (If-Abfragen für die Kollisionslogik), nicht auf der Vektormathematik.
4. Differenzierung (Pauschal & Quantitativ/Qualitativ)
Um die stark schwankenden Vorkenntnisse (z. B. Realschüler mit Scratch vs. Anfänger) aufzufangen, werden folgende Maßnahmen eingesetzt:
- Gestufte Hilfekarten (Pauschal):
- Stufe 1: Leitfrage ("Welche If-Bedingung wird benötigt, wenn der Spieler ein Objekt berührt?").
- Stufe 2: Teilhinweis mit Codefragment.
- Stufe 3: Vollständiges Lösungsbeispiel für die Kollision.
- Pflicht- und Kürbereich (Quantitativ & Qualitativ):
- Grundniveau (Pflicht): Einfache Sammelobjekte werden bei Kollision fehlerfrei entfernt.
- Erweitertes Niveau (Kür): Leistungsstarke SuS integrieren Power-Ups oder verknüpfen die Kollision zusätzlich mit Soundeffekten.
5. Bezug zum Bewertungsbogen
Diese Stunde bereitet die SuS essenziell auf die Säule "Code & Technik" vor, welche 50% der Bewertung ausmachen. Folgende Kriterien können nach dieser Stunde nachweisbar überprüft werden:
- Kontrollstrukturen & Logik (20%): Korrekter Einsatz von If-Bedingungen und fehlerfreie Kollisionsabfrage.
- Objektorientierung (15%): Saubere Kommunikation zwischen Objekten (z. B. Spieler ruft Methode beim Punkt auf).
- Bewertungsbogen Spielablauf: "Funktioniert die Kollision?" (5 Punkte) und "Werden Methoden sinnvoll eingesetzt?" (5 Punkte).