fadiinf-sose26/Sitzung-08.2.md

4.5 KiB
Raw Blame History

Mikroplanung von Stunde 5 & 6

Thema

Mit KI-Unterstützung eine einfache grafische Spielumgebung erstellen

Lernziel

Die Schülerinnen und Schüler können mithilfe einer KI eine einfache grafische Spielumgebung erstellen, den generierten Code testen und eigene Anpassungen vornehmen.

Bezug zum Bildungsplan

  • Gestaltung einer grafischen Oberfläche und Anzeige
  • Darstellung einer Spielfigur
  • Verwendung von Variablen für die Position von Spielelementen
  • Vorbereitung auf die weitgehend eigenständige Erstellung und Implementierung eines 2D-Spiels

Stundenverlauf

Zeit Phase Inhalt und Tätigkeit
010 Min. Einstieg Vorstellung des Stundenziels. Gemeinsam wird gesammelt, welche Elemente eine einfache Spielumgebung benötigt, zum Beispiel Fenster, Hintergrund und Spielfigur.
1020 Min. Vorbereitung Die Schülerinnen und Schüler formulieren Anforderungen an die Spielumgebung und erstellen einen geeigneten Prompt für die KI. Die Regeln zur KI-Nutzung werden kurz besprochen.
2045 Min. Erstellung der Spielumgebung Die Schülerinnen und Schüler lassen mithilfe der KI ein Codegrundgerüst erzeugen, übertragen es in die Entwicklungsumgebung und führen es aus. Auftretende Fehler werden selbstständig oder mit KI-Unterstützung behoben.
4565 Min. Anpassung und Weiterentwicklung Die Schülerinnen und Schüler verändern mindestens zwei Elemente der Spielumgebung, beispielsweise Hintergrund, Spielfigur, Größe, Farbe oder Startposition.
6580 Min. Erprobung und Überarbeitung Die Ergebnisse werden getestet und gegebenenfalls verbessert. Schnellere Gruppen können weitere Elemente der Spielwelt ergänzen.
8090 Min. Sicherung und Reflexion Einzelne Ergebnisse werden vorgestellt. Die Schülerinnen und Schüler erläutern, was die KI erstellt hat, was sie selbst verändert haben und welche Teile des Codes sie erklären können.

Arbeitsauftrag

Erstellt mithilfe einer KI eine einfache grafische Spielumgebung. Diese soll mindestens folgende Elemente enthalten:

  • ein grafisches Fenster,
  • einen Hintergrund,
  • eine Spielfigur,
  • Variablen für die Position der Spielfigur.

Testet den erzeugten Code und nehmt mindestens zwei eigene Veränderungen vor. Haltet fest, was durch die KI erstellt und was von euch selbst angepasst wurde.

Didaktische Begründung der KI-Nutzung

Die Nutzung von KI ist vor allem bei der Erstellung und Gestaltung der Spielwelt erlaubt. Sie soll dabei helfen, technische Hürden zu überwinden und kreative Ideen umzusetzen, ohne dass die Programmierung zu komplex wirkt.

Andere Bestandteile des Spiels, insbesondere die Spiellogik, sollen die Schülerinnen und Schüler möglichst selbstständig entwickeln. Die KI bleibt ein unterstützendes Werkzeug und ersetzt nicht das eigene Denken und Programmieren.

KI-Richtlinie für die Arbeitsphase

Die Nutzung von KI ist erlaubt, wenn folgende Regeln beachtet werden:

  1. KI unterstützt bei der Spielwelt.
    Die KI darf vor allem beim Erstellen und Gestalten der grafischen Spielwelt helfen. Die Spiellogik soll möglichst selbstständig entwickelt werden.

  2. Code muss überprüft werden.
    KI-generierter Code darf nicht ungeprüft übernommen werden. Er muss ausgeführt, getestet und bei Bedarf verbessert werden.

  3. Der Code muss verstanden werden.
    Die Schülerinnen und Schüler müssen die wichtigen Bestandteile ihres Programms erklären können. Unbekannte Befehle oder Codeabschnitte müssen geklärt werden.

  4. Eigene Änderungen sind erforderlich.
    Mindestens zwei Teile des KI-generierten Programms müssen selbstständig verändert oder erweitert werden.

  5. Die KI-Nutzung wird kenntlich gemacht.
    Die verwendeten Prompts und die übernommenen KI-Vorschläge werden kurz dokumentiert.

  6. Fehler der KI sind möglich.
    Die Antworten der KI können unvollständig, unpassend oder falsch sein. Deshalb müssen alle Vorschläge kritisch geprüft werden.

Dokumentation der KI-Nutzung

Die Schülerinnen und Schüler halten kurz fest:

  • Welchen Prompt haben wir verwendet?
  • Was hat die KI erstellt oder vorgeschlagen?
  • Welche Teile haben wir übernommen?
  • Welche Teile haben wir selbst verändert?
  • Welche Fehler oder Probleme sind aufgetreten?

Differenzierung

Lernende, die Unterstützung benötigen, erhalten einen vorbereiteten Prompt oder ein funktionierendes Codegrundgerüst.

Schnellere Lernende können zusätzliche Elemente der Spielwelt einfügen oder die Gestaltung weiter ausarbeiten.